Fazit
Die beiden Ansätze sind keine Varianten desselben Konzepts, sondern beantworten unterschiedliche
Fragen.
Ruf/Gallin fragen: Wie kommt der Einzelne auf eigenem (schriftlichem) Weg zur fachlichen Norm?
Der kommunikationspädagogische Ansatz nach Thiel fragt: Wie wird die Lerngruppe gesprächsfähig, sodass Sinn, Erkenntnis und Verantwortung im Miteinander-sprechen entstehen?
Für das KI-Zeitalter ist diese Differenz tragend: KI kann verschriftlichte Lernwege simulieren und Journaleinträge generieren – aber sie kann nicht leibhaft miteinander sprechen. Der Kern des kommunikationspädagogischen Ansatzes liegt dort, wo die Maschine per Definition nicht hinkommt.
Quellen: Thiel (2022, 2024, 2026), EuWiS 09/2025; Ruf/Gallin: Dialogisches Lernen in Sprache und Mathematik Bd. I/II; Wikipedia „Dialogisches Lernen“; PIKAS (TU Dortmund). Weitere Informationen: www.lernen-im-dialog.de · www.triadisches-lernen.com · www.kommunikationspaedagogik.de · www.bertramthiel.com
© Thiel: 14.07.2026